Reichtum ist in Deutschland äußerst ungleich verteilt: Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung besitzen fast 70 Prozent des Gesamtvermögens. Eine wesentliche Ursache dafür sieht die SPD in einer Schieflage des Steuersystems. Eine allgemeine Vermögensteuer wird seit 1997 nicht mehr erhoben. Zugleich werden große Vermögen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer durch weitreichende Ausnahmen begünstigt, während kleinere Vermögen im Verhältnis stärker belastet werden. Allein im Jahr 2025 erließen die Finanzämter 34 Großerben Steuern in Höhe von 3,7 Milliarden Euro.
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Dieburger SPD bei einer öffentlichen Veranstaltung unter dem Titel „Was darf man erben? – Wie viel Vermögensungleichheit verträgt die Gesellschaft?“. Sie findet am Mittwoch, 4. November 2026, von 18 bis 20 Uhr in der Römerhalle, In der Altstadt 5, in Dieburg statt. Der Veranstaltungsraum befindet sich im barrierefrei zugänglichen ersten Obergeschoss.
Als Referent wird Kai Eicker-Wolf von der Abteilung Wirtschafts- und Strukturpolitik des DGB Hessen-Thüringen die Vermögensverteilung in Deutschland analysieren. In seinem Vortrag beleuchtet er die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen zunehmender Ungleichheit. Darüber hinaus geht es um aktuelle steuerpolitische Vorschläge, mit denen die wachsende Konzentration von Vermögen begrenzt und die finanzielle Handlungsfähigkeit der öffentlichen Hand gestärkt werden soll.
SPD-Ortsverein Dieburg



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